erste Babyjahr, Baby 1. Jahr

Baby Folgemilch für gesunde Ernährung

Ob Sie Folgemilch Ihrem Baby zu trinken geben, ist meist davon abhängig, ab wann Sie beginnen zuzufüttern. Folgemilch ist in der Regel für Babys ab 5 Monaten geeignet. Der Folgemilch stehen noch die Anfangsmilch und die Pre-Milch für die Allerkleinsten voran. Sollten Sie Ihr Baby nicht voll stillen und mit dem Fläschchen ernähren, brauchen Sie sich um die Inhaltsstoffe der Folgemilch in der Regel keine Sorgen zu machen. Die Herstellung von Folgemilch unterliegt in Deutschland strengen Regeln und muss wissenschaftliche Anforderungen an Nähr- und Abwehrstoffe erfüllen.

Braucht mein Kind die Folgemilch?

Achten Sie einmal darauf, ob Ihr Baby nach dem 4. Lebensmonat immer mehr Babymilch verlangt und das ggf. in kurzen Zeitabständen. Das kann darauf hindeuten, dass Ihr Baby nicht satt wird und Sie über die Folgemilch nachdenken können. Folgemilch ist sämiger als Anfangsmilch und somit auch sättigender. Die Kalorien der Folgemilch liegen dabei in der Regel nur unwesentlich höher als bei der Anfangsmilch. Es ist daher auch umstritten, ob die Folgemilch überhaupt notwendig ist. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung sieht zum Beispiel für den Übergang von der Anfangsmilch zur Folgemilch keine zwingende Notwendigkeit.

 

Was in der Folgemilch steckt

Die Folgemilch ist der Eiweißstruktur der Muttermilch nachgebildet, auch wenn nicht mehr so stark wie die Anfangsmilch. Ergänzend zu Mais- und Maisstärke, was die Folgemilch sämiger macht, beinhaltet die Folgemilch Eisen, Jod und Nährstoffe, die für Babys wichtig sind. Achten Sie beim Kauf von Folgemilch auf prebiotische Ballaststoffe. Diese Ballaststoffe in der Folgemilch sind der Muttermilch nachgebildet und daher sehr wertvoll für Ihr Baby. Dadurch dass die Folgemilch etwas sämiger ist, sollten Sie größere Sauger (ab Größe 2) verwenden.

 

Antiallergische Folgemilch

Eine besondere Form der Folgemilch ist die HA 2 als Folgemilch. HA-Babymilch bekommen Babys, die unter erhöhten Allergierisiko gegen Kuhmilcheiweiß leiden. Das Eiweiß dieser Folgemilch ist hydrolisiert und ruft somit in der Regel keine Abwehrreaktion im Darm hervor. Sollte Ihr Baby aber bereits an einer Kuhmilchallergie leiden, brauchen Sie spezielle Folgemilch, die Sie in der Apotheke erhalten.

 

Die Vorteile der Folgemilch zusammengefasst

  • Wenn Sie nicht stillen, ist die Folgemilch ein guter Ersatz für die Muttermilch
  • Folgemilch sättigt besser als Anfangsmilch und fördert somit die Zufriedenheit eines Babys
  • Die Kalorienzahl ist nur unwesentlich höher und liegt bei ca. 70 kcal auf 100 ml
  • Folgemilch enthält viele Nährstoffe und es werden Jod und Eisen beigesetzt
  • Wenn Folgemilch richtig angewendet wird, führt sie in der Regel nicht zu Übergewicht

Kritik an der Folgemilch

Trotz aller Vorteile, welche die Folgemilch sicherlich bietet, gibt es auch zahlreiche Stimmen aus Fachkreisen, welche Folgemilch als überflüssig ansehen. Kritiker sehen in der Folgemilch das Risiko, dass Stoffwechsel-Veränderungen angeregt werden, die so bei der Muttermilch nicht festgestellt werden. Auch wird angeführt, dass Folgemilch ein erhöhtes Risiko für Übergewicht mit sich bringt und die Teilnahme an der Familienkost, durch die süßliche schmeckende Milch verzögert wird.

Es gibt somit kein eindeutiges Pro oder Kontra gegen Folgemilch und es bleibt letztlich Ihrer Entscheidung überlassen, ob Sie Folgemilch Ihrem Baby zufüttern. Unter Berücksichtigung der richtigen Anwendung und der Tatsache, dass nicht voll gestillt wird, ist aber die Anwendung von Babymilch und auch der Folgemilch nicht einzig abzulehnen.

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