Im Jahr 2001 wurde durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die empfohlene Dauer des ausschließlichen Stillens auf 6 Monate festgelegt. Ein Wert an dem sich die Nationale Stillkommission orientiert, die in Deutschland das Stillen fördern soll.
Bereits zuvor wurde zwischen 1997 und 1998 eine Studie in Geburtskliniken durchgeführt, in der 1717 Frauen zu Ihrem Stillverhalten befragt wurden. Die sogenannte SuSe-Studie (Stillen und Säuglingsernährung) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit.
Die SuSe-Studie zeigte, dass nach 4 Monaten nur noch 33% der Babys ausschließlich Muttermilch bekamen. Nach 6 Monaten sogar nur noch 10%.
Eine aktuellere Studie des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zeigte, dass immer noch viele Mütter frühzeitig abstillen und zufüttern. Dennoch verbessert sich der Trend: nach 4 Monaten gaben noch 48% der Frauen Ihrem Baby ausschließlich Muttermilch und nach 6 Monaten sogar noch 25% der befragten Mütter. Mehr als doppelt soviel im Vergleich zur SuSe-Studie.
Gründe für das häufig zu frühe Abstillen: Probleme beim Stillen, vermeintlich zu wenig Milchproduktion, wunde Warzen oder sogar Bequemlichkeit, da das Fläschchen geben einfacher ist.

