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Wenn Ihr Baby einen Leistenbruch hat, muss dieser behandelt werden. Ein Leistenbruch ist bei einem Baby nichts außergewöhnliches, da rund 5% der Neugeborenen an einem Leistenbruch leiden. Aber auch bei frühgeborenen Babys ist der Leistenbruch mit ca. 30% häufig vertreten.

Aber was genau ist eigentlich ein Leistenbruch und wie stark ist Ihr Baby durch den Leistenbruch beeinträchtigt?

Was genau ist ein Leistenbruch?


Unter einem Leistenbruch ist bei einem Baby in der Regel zu verstehen, dass sich das Bauchfell und somit der Leistenkanal während der Schwangerschaft nicht richtig verschlossen haben.

Der Leistenbruch bewirkt in diesem Fall, dass zum Beispiel Flüssigkeiten oder Organe wie der Darm in den Leistenkanal Ihres Babys drücken. Das dünne Bindegewebe hält diesen Druck nicht aus und es kommt beim Baby zum Leistenbruch. Der Leistenbruch ist daher recht häufig bei Babys anzutreffen, da die Lücken in Haut- und Muskelgewebe schon bei der Geburt bestehen.


In 80% der Fälle sind Jungs von einem Leistenbruch betroffen, der sich meistens im ersten Lebensjahr deutlich macht.


Der Leistenbruch ist bei Jungs häufiger, da sich die Geschlechtsorgane während der Schwangerschaft ausbilden und erst ab dem 7. Monat in den Hodensack wandern. Oft reicht die Zeit bis zur Geburt nicht aus, dass sich der Leistenkanal schließt und Ihr Baby kommt mit einem Leistenbruch zur Welt. Bei Mädchen kann der Leistenbruch zum Beispiel durch die Eierstöcke verursacht werden.

Wie erkennen Sie beim Baby einen Leistenbruch?


Entlang des Leistenkanals (schräg durch die Bauchdecke) führt bei Mädchen ein Gebärmutterbändchen und bei Jungs z. B. der Samenstrang sowie Blutgefäße zum Hoden.

Leidet Ihr Baby unter einem Leistenbruch, ist dieser Leistenkanal erweitert und eine Bindegewebeschwäche hat diesen Leistenbruch ausgelöst. Durch die offene Bauchdecke können nun Organe und Flüssigkeiten drücken und sogar Teile des Dünndarms treten.


Durch den Leistenbruch können sich zum Beispiel Flüssigkeiten in einem Bruchsack nach außen stülpen und bis in den Hodensack oder die Schamlippen ausdehnen.


Bei einem Leistenbruch spüren Sie in der Regel bei Ihrem Baby eine weiche Schwellung unter der Haut, im Hodensack oder den Schamlippen. Diese ist meistens mit den Augen bereits gut erkennbar und ausgeprägt bei körperlichen Belastungen (zum Beispiel Stuhlgang). Die Schwellung dehnt sich mit der Zeit weiter aus, sofern der Leistenbruch bei Ihrem Baby nicht behandelt wird. Bei den ersten Anzeichen auf einen Leistenbruch bei Ihrem Baby sollten Sie sofort Ihren Kinderarzt aufsuchen. Er kann den Leistenbruch mit Sicherheit diagnostizierten und Behandlungsmaßnahmen mit Ihnen besprechen.


Lesen Sie hier die Fortsetzung zum Thema Baby Leistenbruch (ist ein Leistenbruch schmerzhaft und wie wird ein Leistenbruch beim Baby behandelt...).